Heiligenhafen

Ostsee Aussichten

29.04.2026

31.9 km

Strecke

1:48:55

Fahrzeit

118 m

Anstieg

121 m

Abstieg

Direkt an unserem ersten Urlaubstag wollten wir die Gegend rund um Heiligenhafen ein wenig mit dem Fahrrad erkunden. Von unserer Ferienwohnung aus starteten wir deshalb zu einer entspannten Tour entlang der Ostseeküste und durch die kleinen Orte der Umgebung. Das Wetter hätte dafür kaum besser sein können: freundlich, angenehm warm, leicht bewölkt und gleichzeitig wunderbar sonnig – genau richtig für die erste Radtour des Urlaubs.

Während wir gemütlich entlang der Küste radelten, saß Noki vorne im Korb und beobachtete neugierig alles, was an uns vorbeizog.

Schon nach den ersten Kilometern merkten wir, wie schnell man dort oben herunterkommt. Zwischen Feldern, kleinen Wegen und dem Blick auf die Ostsee fühlte sich alles sofort ruhiger an als zuhause. Ohne festen Zeitdruck ließen wir uns einfach treiben und hielten auf unser Ziel zu: ein Aussichtspunkt an der Steilküste Großenbode.

Der kleine Aussichtspunkt an der sogenannten Steilküste bei Großenbode war für uns vor allem eines: ein Ort zum Durchatmen. Fernab vom Trubel konnten wir hier einfach kurz ankommen, aufs Meer schauen und die Ruhe genießen. Besonders mit dem Fahrrad lässt sich der Platz wunderbar erreichen und lädt dazu ein, für einen Moment langsamer zu werden.

Auch wenn der Name „Steilküste“ vielleicht etwas dramatischer klingt, sollte man keine riesigen Klippen erwarten. Gerade das machte den Ort aber angenehm entspannt – der Strand ist gut erreichbar und wirkt offen und ruhig. Während wir dort saßen, konnten wir Möwen beobachten, Schmetterlinge zwischen den Pflanzen entdecken und einfach die Stimmung der Ostsee genießen. Für uns war es der perfekte kleine Zwischenstopp zum Abschalten und Fotografieren.

Der Ostsee Aussichtsturm Klaustorf war für uns eine dieser Überraschungen, mit denen man unterwegs gar nicht unbedingt rechnet. Von oben hat man einen wunderbaren Blick über die Küste, die Ostsee und bis hinüber nach Fehmarn. Da wir klares Wetter hatten, konnten wir unglaublich weit sehen. Der Aufstieg ist übrigens sowohl über die Außentreppe als auch ganz bequem mit dem Fahrstuhl möglich – was den Turm für viele Besucher angenehm zugänglich macht.

Besonders schön fanden wir aber, dass der Turm nicht nur aus der Aussicht besteht. Im Inneren befindet sich eine kleine, liebevoll gestaltete Ausstellung über die Fischerei, die Landschaft und das Leben an der Ostsee. Obwohl sie eher kompakt wirkt, gab es überraschend viel zu entdecken und zu bestaunen. Man merkt schnell, wie viel Herzblut dort hineingeflossen ist.

Spaziergang am Abend

Nach der Radtour zog es uns noch zur Erlebnis-Seebrücke in Heiligenhafen. Dort ließen wir uns ein wenig treiben, beobachteten das Wasser und genossen die ruhige Stimmung am Abend. Besonders spannend fanden wir die kleine Wasseranlage auf der Brücke. Bei der Anlage mit drehbaren Pumpen und Rinnen hätte Noki vermutlich stundenlang sitzen und beobachten können, wie sich das Wasser seinen Weg durch die verschiedenen Stationen sucht.

Den Abend ließen wir schließlich noch ganz entspannt am Strand ausklingen. Während langsam die Sonne tiefer sank, liefen wir noch einmal an der Küste entlang – diesmal in die andere Richtung der Erlebnis-Seebrücke. Das Licht über der Ostsee war wunderschön, die Luft angenehm kühl und alles fühlte sich plötzlich ganz ruhig an.

Unterwegs entdeckten wir schließlich die abgestürzte Schießstandruine direkt an der Steilküste. Zwar ist dort nicht mehr besonders viel erhalten, aber genau solche Orte schauen wir uns trotzdem immer wieder gerne an. Große Betonreste liegen verstreut zwischen Strand und Küste, teilweise bereits abgesackt oder vom Meer umspült. Vieles wirkt verlassen und zerfallen – und gleichzeitig irgendwie faszinierend.

Besonders beeindruckend fanden wir, wie sich die Natur langsam alles zurückholt. Zwischen den alten Betonblöcken wachsen Pflanzen, die Küste bricht Stück für Stück weiter ab und das Meer arbeitet unaufhörlich an den verbliebenen Resten. Trotz der ruhigen Stimmung merkte man aber schnell, dass man dort vorsichtig sein sollte, denn an einigen Stellen wirkte die Steilküste ziemlich instabil.

Nokis Tipp

Der letzte Abschnitt hinauf zum Aussichtsturm Klaustorf hat es stellenweise ganz schön in sich. Mit dem Fahrrad solltet ihr euch den steileren Anstieg deshalb lieber ein wenig einteilen – oben angekommen wird man dafür aber mit einer tollen Aussicht belohnt.

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